Gartenkalender

Woche 41

 

Quelle Ulmer Verlag


Gehölzpflanzung
Die Pflanzsaison hat begonnen. Wenn Laubgehölze die Blätter abgeworfen haben, können
sie umgepflanzt werden. Viele Gehölze bilden nach der Pflanzung an warmen Herbst- und
Wintertagen noch Feinwurzeln und können im Frühjahr bereits mit voller Kraft austreiben.
Gründliches Wässern erleichtert es den Pflanzen, sich vor dem Frost zu akklimatisieren.


Platzanspruch von Obstgehölzen
Im Garten ist der vorhandene Platz meist ein begrenzender Faktor. Deshalb sollte man beim
Kauf von Obstgehölzen auf die richtige Unterlage achten, damit es Jahre später keine bösen
Überraschungen gibt. Mit der Unterlage können folgende Parameter beeinflusst werden:
Größe und Platzbedarf des Baumes, früher Ertragsbeginn, Fruchtgröße und -farbe,
regelmäßige Erträge sowie Widerstandsfähigkeit gegen Frost und Krankheiten.
Tulpenzwiebeln stecken
Im Oktober können noch Tulpenzwiebeln gesteckt werden. Die ideale Pflanztiefe liegt bei 8
cm. In wühlmausgefährdeten Gärten empfiehlt sich die Pflanzung in Schutzkörbe aus Draht.


Gladiolen überwintern
Wenn sich das Laub der Gladiolen gelb verfärbt hat, können Sie die Zwiebelknollen
vorsichtig aus dem Boden nehmen und 1 bis 2 Tage in die Herbstsonne oder unter ein
schützendes Dach zum Nachreifen auslegen. Schneiden Sie anschließend Triebe und
Blätter kurz über der Knolle ab und legen Sie sie zum Überwintern in einen trockenen,
kühlen Raum. Wurzeln und anhaftende Erde sollten vorher entfernt werden.


Woche 30

 

Quelle: Ulmer Verlag

 

Balkonpflanzen und Stauden

 Vergessen Sie nicht, Sommerblumen und Stauden regelmäßig auszuputzen, das heißt, Verblühtes zu entfernen. Steinrich, Elfenspiegel, Männertreu, einjährige Schleifenblume und viele Petunienarten schneidet man nach der ersten Blühphase auf die Hälfte zurück. Rittersporn wird auf 10 bis 15 cm abgeschnitten, damit sich Ende September/Anfang Oktober ein Nachflor bildet. Auch Feinstrahlastern und Trollblumen danken dies mit einem zweiten Blütenflor.

 

Ernte zur rechten Zeit

 Achten Sie bei der Ernte der einzelnen Gemüsearten darauf, dass die Früchte auch wirklich reif sind. Möhren bekommen dann einen abgerundeten Wurzelkopf, Paprika färben sich rot oder gelb, bei Zuckermais müssen die heraushängenden Samenfäden schwarzbraun sein. Bei Zuckermelonen erkennt man die Reife am intensiven Duft - also ruhig mal schnuppern!

 

Erdbeeren verjüngen

 Wenn Ihre Erdbeerpflanzen bereits zwei oder sogar drei Jahre im Garten stehen, sollten Sie jetzt auf einem anderen Beet kräftige neue Jungpflanzen setzen. Vielleicht ist aber noch kein Beet frei - dann bringen Sie das Pflanzmaterial vorübergehend in großen Töpfen unter. Tipp: Für den Garten haben sich die robusten Sorten 'Polka', 'Thuriga', 'Petrina' (alle einmaltragend) und die remontierenden Sorten 'Rapella', 'Muir' und 'Tribute' bewährt.

 

Kräutertinkturen

 Viele Pflanzen enthalten kurz vor oder während der Blüte besonders viele Inhaltsstoffe. Deshalb lassen sich Ringelblumen, Kamillenblüten, Johanniskraut, Salbei, Thymian und Lavendel jetzt besonders gut zu Tinkturen verarbeiten. Hierfür die Pflanzenteile einfach in einem Schraubglas mit 50-prozentigem Alkohol aufgießen und zwei bis drei Wochen an einen dunklen Ort stellen. Danach können die Pflanzenteile abgeseiht und die Tinkturen in dunkle Flaschen umgefüllt werden.

 

Kräuter- und Gemüseernte

Ernten Sie Kräuter und Gemüse morgens, dann sind die Pflanzenzellen noch straff gefüllt (und länger haltbar) und der Gehalt an Inhaltsstoffen ist am höchsten. Die beste Erntezeit ist zwischen 10:00 und 11:00 Uhr, wenn der Tau abgetrocknet ist.


Woche 29

 

 Zwiebelblumen teilen:

 Im Juli ist eine gute Gelegenheit, kleine Zwiebelblumen zu teilen, die sich von selbst stark vermehren. Dazugehörn Traubenhyazinthen, Vogelmilchstern, Goldlauch und auch Schneeglöckchen. Graben Sie die Zwiebeln aus und pflanzen Sie die Teilstücke mit genügend Abstand an den neuen Standort. Achtung: Zwiebeln nicht länger als notwendig der Sonne aussetzen.

 

 Abgeblühte Stauden:

Aus optischen Gesichtspunkten können abgeblühte Stauden zurückgeschnitten werden. Das kann auch einen weiteren Vorteil haben, denn bei manchen Arten kommt es so zu einer Nachblüte im Herbst. Bedenken Sie aber auch, dass für die Tiere ausreichend Stängel stehen bleiben sollten. Viele Insekten und Vögel ernähren sich außerdem von den Samen. Und wenn Sie selbst aussäen wollen, sollten die abgeblühten Stängel ohnehin bis zur Samenreife stehen bleiben.

 

 Folgefrüchte im Gemüsebeet:

 Wenn im Garten nach und nach einzelne Beete abgeerntet sind, können Sie als Folgefrucht Salate, Radieschen, Rettich, Brokkoli oder Frühlingszwiebeln säen. Möglich ist aber auch die Aussaat von Gründüngungspflanzen (wie Perserklee oder Gelbsenf), um die Bodenstruktur zu verbessern und Nährstoffe zuzuführen.

 

 Gurken ausreichend wässern:

 Vergessen Sie nicht, bei Trockenheit die Gurken ausreichend zu gießen, da sie sonst einen bitteren Geschmack bekommen können.

 

Zucchini rechtzeitig ernten:

 Achten Sie darauf, dass Sie die Zucchini rechtzeitig ernten, bevor sie zu groß werden. Die Früchte sollte man gegart und nicht roh verzehren, da sie einen Stoff enthalten, der Magen- und Darmprobleme verursacht. Erhitzen macht den Inhaltsstoff unschädlich. Übrigens: Auch die Blüten der Zucchinipflanzen sind essbar